16.07.2025

Sanierung Kloster-Heizung ist auf Kurs

Arbeiten kommen planmässig voran

Gemäss einer alten Redewendung kommt bekanntlich alles Gute von oben. So auch kürzlich bei der Heizanlage des Engelberger Benediktinerklosters. Alte, seit Jahren in Gebrauch stehende Komponente der Heizzentrale wurden demontiert und wegen ihrer Sperrigkeit durch eine eigens für die Montage im Dach realisierte Öffnung mit einem grossen Kran entfernt. Die Öffnung diente gleichzeitig dazu, die neuen Elemente wie den Abgaswärmetauscher einzubringen. Mit diesem Gerät wird dem Rauch vor dem Austritt aus dem Kamin nochmals Wärme entzogen und in den Wärmeverbund zurückgeführt. Diese Art der Wärmerückgewinnung entspricht dem aktuellen Standard beim Neubau von Heizungsanlagen.

Unmittelbar nach der Heizperiode des vergangenen Winters wurden die Arbeiten zur Erneuerung der Heizanlage des Benediktinerklosters Engelberg in Angriff genommen. Bei der Klosterheizung handelte es sich um die erste in Ob- und Nidwalden gebaute Holzschnitzelanlage. Diese hatte in den vergangenen 15 Jahren zuverlässig CO2-neutrale Wärme produziert. Bereits 1992 verabschiedete sich das Benediktinerkloster Engelberg grossmehrheitlich von fossilen Brennstoffen und setzte auf den in den Wäldern im Engelbergertal nachwachsenden natürlichen Rohstoff Holz. Auch bei der neuen Heizung setzt das Benediktinerkloster auf die bewährte und heute vielfach kopierte Wärmeerzeugung mit Holzschnitzel aus den Klosterwaldungen. Mit der dabei produzierten Wärme werden nicht nur die verschiedenen Gebäude des Benediktinerklosters, sondern auch jene der Dorfschule, der Schweizerischen Sportmittelschule sowie vom Hotel St. Josefshaus beheizt. An den klostereigenen Wärmeverbund angeschlossen werden dereinst auch die Wohnhäuser der projektierten Überbauung für bezahlbaren Wohnraum in Engelberg.